31. August 2014
Am letzten Tag unseres Aufenthalts in Bassano fuhren wir zur Abwechslung mal wieder in Richtung Monte Grappa. Da waren wir in den letzten Tagen eh noch nicht. 😉
Der Weg, der uns nach oben führte, war jedoch neu für uns, es führen nämlich viele Wege auf den Monte Grappa. Der Anstieg war diesmal mehr oder weniger zweigeteilt. Das erste Drittel des Weges sollte uns bis zur Kirche Madonna del Covolo führen. Der Weg dorthin war zwar geteert, dafür aber ziemlich steil (der letzte Kilometer hatte durchschnittliche 14% Steigung). An der Kirche wurde zusammengewartet und wir stärkten uns, um gerüstet zu sein für das, was noch folgen sollte: 800 Höhenmeter Anstieg. Der nun folgende Saumpfad war zwar nicht mehr so steil, die Steigung war aber konstant und einzig die vielen Kehren boten eine kurze Möglichkeit, sich auszuruhen. Kehre um Kehre ging es nach oben und nach jeder dieser Kurven hofften wir, endlich unser Ziel zu sehen. Aber in jeder Kurve wurden wir enttäuscht. Noch immer schlängelte sich der Weg nach oben und noch immer hatten wir keine Ahnung, wann wir unser Ziel erreichen würden. Als wir schon so gut wie beschlossen hatten, an der nächsten Kurve eine Pause zu machen, um uns zu stärken, kam uns Mampf entgegen und reichte uns im Vorbeifahren eine Coladose, während er sich direkt weiter nach unten aufmachte, um auch die restlichen Gradwanderer mit neuer Energie zu versorgen. Um die Cola nicht unnötig zu schütteln, wurde die geplante Pause auch eingehalten. Nach einer kurzen Stärkung stiegen wir wieder aufs Rad, nur um festzustellen, dass wir in weniger als 5 Minuten das Rifugio Ardosetta erreicht hatten, wo unsere Mittagspause geplant war.
Nachdem wir von einem Nudelgericht gestärkt worden waren, nahmen wir die letzten 100 Höhenmeter des Tages in Angriff, wir mussten nämlich noch die Hauptstraße zum Monte Grappa erreichen. Dann endlich begann das, worauf wir uns die ganze Auffahrt lang gefreut hatten: die Abfahrt. Zunächst folgten wir dem Trail in leicht kupiertem Gelände zwischen Abgrund und Straße, bis wir irgendwann in den Wald abbogen, wo wir meist recht flowig dahin cruisen konnten. Erst später, als wir auf eine Almwiese kamen, erforderte der Trail mehr Konzentration, da das Gelände leicht verblockt wurde und man darauf achten musste, die gewünschte Linie auch genau zu fahren.
Die nächste Straßenquerung kam uns recht bekannt vor, war es doch mit Campo Croce der Ort, an dem wir am ersten Tag schon eine Rast eingelegt hatten. Der nun folgende Trail war einigen von uns schon aus einem YouTube-Video bekannt und schien dort auch wieder recht flowing befahrbar zu sein. Was wir aber nicht wussten: das Video enthielt wohl nur jene Teile des Trails, die der Ersteller auch problemlos fahren konnte. Alle anderen Stellen, sprich enge, ausgesetzte Kurve und dergleichen sollten wir erst beim Befahren kennenlernen. Nach etwas mehr Schiebepassagen als erwartet kamen wir wieder im Tal an und erreichten nach wenigen Metern Forstweg unsere Autos, welche von Joe, Mampf und Tom in der Früh am Parkplatz im Valle Santa Felicita abgestellt worden waren.
Da wir diesmal unser Quartier schon in der Früh hatten räumen müssen, wurde die abendliche Dusche durch einen Sprung in den Caldonazzo-See ersetzt, bevor wir dann endgültig in Richtung Innsbruck aufbrachen. Je weiter wir nach Norden kamen, desto dunkler und bedrohlicher wurde die Wolkenwand, die sich vor uns aufbaute. Kurz vor Bozen Nord war es dann so weit: der Himmel öffnete die Schleusen und ein Regenguss, wie wir ihn selten erlebt hatten prasselte auf uns nieder. Bis wir aber Sterzing erreicht hatten, war der Regenguss wieder in einen „normalen“ Sommerregen übergegangen, so dass wir die Autos problemlos verlassen konnten, um uns beim Hubertushof mit einer Pizza zu stärken, bevor wir die letzten Kilometer nach Innsbruck unter die Räder nahmen und damit 3 tolle Tage mit tollen Touren in Bassano zu Ende waren.
Danke für die Organisation, Susi.
Tourdaten:
Höhendifferenz: 1450hm
reine Fahrzeit: 3h 30min
Strecke: 35km















