Doppelkopf

Die Herbstausfahrt 2010 führte uns ins Pustertal, genauer gesagt nach Olang, genauer gesagt zum Markushof.

Am ersten Tag (8. Oktober) war nur ein Rumpfteam am Start. Nur Christoph, Christof, Ladi, Martin und ich (Thompson) hatten sich um 07:00 Uhr am Innsbrucker Hafen eingefunden, um gen Süden zu starten.

LagebesprechungNach dem Beziehen der Zimmer und einem gemütlichen zweiten Frühstück beim Markushof ging es dann um 11 Uhr los in Richtung Neue Taistner Sennhütte. Der Anstieg war recht gemütlich, aber etwas kühl, da sich die Sonne noch immer hinter dem Hochnebel versteckte.
Zeit hatten wir noch genug und deswegen haben wir dann auch ausgetestet, wie gut Kaffee und Kuchen auf der Sennhütte denn so schmecken. Dabei hat sich der Ladi zwar mit dem Bestellen seines Kuchens sehr viel Zeit gelassen (in anderen Worten: er hat gewartet, bis alle anderen ihren Kuchen schon gegessen hatten), diesen dann aber in Rekordtempo verschlungen. Es blieb nicht mal die Zeit für ein Foto. 🙂

TragepassageDer Gang ins Freie nach der Mittagspause war dann ein kleiner Schock: 6° Celsius erwarteten uns! Trotzdem mussten wir nicht lange frieren, denn nach der Hütte begann er steilste Anstieg des Tages und so war uns innerhalb weniger Minuten wieder warm. Nach kurzer Fahrt erreichten wir dann die erwartete Tragepassage. Wir hatten das Bike noch keine 10 Minuten auf der Schulter als wir dann unseren ersten Gipfel des Tages erreicht hatten: den Durakopf.

Nach einer kurzen Rast, einer weiteren Stärkung und einem obligatorischen Gipfelfoto ging es daran, die Bikes auf die bevorstehende Abfahrt vorzubereiten. Und die Abfahrt, die hatte es in sich. Eigentlich war es ja auch weniger eine Abfahrt, denn auf dem Weg zum ca. 3km entfernten Lutterkopf (unser zweiter Gipfel) haben wir zwar ca. 150hm verloren, aber die meiste Zeit ging der Weg (teils schwierig, aber komplett fahrbar) ohne viel Höhenunterschied am Hang entlang. Wer uns dabei beobachten konnte, der wusste, dass wir alle Spaß ohne Ende hatten.

Nach dem zweiten Gipfelfoto des Tages ging es dann wirklich ans Eingemachte, denn nun galt es, Höhenmeter zu vernichten. Nach einem flowigen Stück noch oberhalb der Baumgrenze hat der Weg beim Einstieg in den Wald seinen Charakter komplett geändert. Nix mehr mit flowig. Plötzlich war Fahrtechnik gefragt, vor allem bei den teilweise noch feuchten Wurzeln. Aber auch hier war so gut wie alles fahrbar.

Am Parkplatz zur Taistner Alm angekommen gab es einen kurzen Kriegsrat, da für die Heimfahrt 2 unterschiedliche Wege zur Verfügung standen. Aufgrund seines Namens entschieden wir uns für den Lottersteig. Der erste Teil der Steigs war auch so, wie man sich einen Steig vorstellt: Spassig zu fahren, ohne große Schwierigkeit, aber trotzdem sollte man bei der Sache bleiben. Hier kam auch die Stelle, an der der Ladi zum ersten Mal an diesem Wochenende (er sollte es am zweiten Tag wiederholen) die Wiederverschließbarkeit seiner Tubeless-Reifen testete: nach einer etwas harten Landung am Vorderreifen entwich diesem für einen Moment gut hörbar Luft, aber der Reifen war dann gleich wieder dicht. Die zweite Hälfte des Lottersteigs war dann leider nur mehr ein Forstweg und insofern auch nicht mehr ganz so spannend zu fahren. Trotzdem haben wir auch hier etwas gelernt: verschreckte Kälber sind in der Lage über einen elektrischen Zaun zu springen (es waren sehr schreckhafte Kälber, denn wir haben uns diesen wirklich sehr langsam genähert).

Alles in allem eine sehr lohnenswerte Runde.

Tourdaten:

Höhendifferenz: 1500hm
Fahrzeit: 3h 10min
Strecke: 32km

Galerie: